Sport Austria Expert:innentagung 2026
Safe Sport: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Im Rahmen des gemeinsamen Safe Sport Reformprozesses von BMWKMS, Sport Austria und 100% SPORT widmete sich die diesjährige Sport Austria Summit Expert:innentagung der Frage, wie aus gemeinsamen Ansprüchen wirksame Praxis werden kann.
Am Vormittag richteten wir den Blick auf die gesellschaftliche Bedeutung von Prävention und Schutz, den aktuellen Reformprozess und Erfahrungen aus Deutschland und der Schweiz. Vertreter:innen aus unterschiedlichen Funktionen gaben Einblicke, was sich verändert, wenn Prävention und Schutz strukturell verankert werden.
Am Nachmittag wurde es konkret: In einem interaktiven Co-Creation-Prozess trafen Entscheidungsträger:innen und Präventions- und Schutzbeauftragte aufeinander. Gemeinsam wurde erkundet, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Präventions- und Schutzbeauftragte ihre Rolle langfristig wirksam wahrnehmen können.
Präsentation und Fotos findest du hier
Erfahre mehr über den gemeinsamen Safe Sport Reformprozess von BMWKMS, Sport Austria und 100% SPORT: https://www.bmwkms.gv.at/themen/sport/safe-sport-reformprozess.html
Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (per Videobotschaft), Marcel Chahrour, Leiter der Sportsektion im BMWKMS, und Rosa Diketmüller, Präsidentin von 100% SPORT, eröffneten die Tagung. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung von Prävention und Schutz im österreichischen Sport sowie die gemeinsamen Ziele des laufenden Reformprozesses.
In ihrer Keynote beleuchtete Meike Lauggas, Co-Geschäftsführerin von vera*, die unterschiedlichen Handlungsspielräume und Ebenen von Verantwortung im Bereich Safe Sport. Dabei ging es um die Frage, wie Prävention und Schutz auf verschiedenen Ebenen (Individuum, Organisation, Gesellschaft) wirksam wahrgenommen und gestaltet werden können.
Marcel Chahrour, Leiter der Sportsektion im BMWKMS, und Monika Ritter, Projektmanagerin des Safe-Sport-Reformprozesses im BMWKMS, gaben einen Einblick in den aktuellen Stand des Reformprozesses. Im Fokus stand die Frage, wie Prävention und Schutz künftig stärker in den Strukturen des österreichischen Sports verankert werden können.
Wie funktioniert Safe Sport in der Praxis und was kann Österreich von anderen Ländern lernen? Darüber diskutierten Michaela Juch, Geschäftsführerin von Safe Sport e.V. in Deutschland, Flavio Zberg, Sportchef im Bereich Athleten/Teams beim LC Zürich, und Lukas Orler, Fußballschiedsrichter im WFV und Match-Beobachter in der österreichischen Bundesliga. Anhand von Erfahrungen aus Deutschland, England und der Schweiz wurden unterschiedliche Ansätze, strukturelle Rahmenbedingungen und Herausforderungen bei der Umsetzung von Safe-Sport-Maßnahmen beleuchtet.
In einem interaktiven Co-Creation-Prozess tauschten sich Entscheidungsträger:innen, Führungskräfte sowie Präventions- und Schutzbeauftragte über ihre Erfahrungen und Herausforderungen aus. Gemeinsam wurden unterschiedliche Perspektiven sichtbar gemacht, Spannungsfelder identifiziert und erste Lösungsansätze erarbeitet. Die Arbeitsgruppen wurden von Teresa Havlicek und Joseph Dinh von fifty1 methodisch begleitet und moderiert.
Im anschließenden Plenum wurden die unterschiedlichen Perspektiven aus den Arbeitsgruppen zusammengeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche strukturellen Rahmenbedingungen, Ressourcen und Kompetenzen notwendig sind, damit Präventions- und Schutzbeauftragte ihre Aufgaben langfristig wirksam wahrnehmen können.
Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die nächsten Schritte im Safe-Sport-Reformprozess. Die Expert:innentagung bot Raum für den Austausch zwischen unterschiedlichen Akteur:innen und lieferte Impulse für die weitere Stärkung von Prävention und Schutz im österreichischen Sport.
Fotos: Sport Austria
Alle Fotos als Download findest du hier: https://www.picdrop.com/sportaustria/tagung26
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