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Zwei Niederlagen: Rabenschwarzer Tag für Faustball-Herren

"Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, sind wir nur schwer zu schlagen!"

Sie sind gekommen, um alle Spiele bei den World Games zu gewinnen und Gold mit nach Hause zu nehmen.

Zumindest ein Ziel hat das Faustball-Nationalteam der Herren deutlich verfehlt, gab es doch am Montag in der Gruppenphase gleich zwei Niederlagen.

Ruhetag kontraproduktiv

Am Vormittag unterlag die Mannschaft von Teamchef Simon Siegfried Brasilien mit 0:3, wobei das Match-Up knapper war, als es das Ergebnis vermuten lässt. Denn der erste Satz ging mit 11:9 an die Selecao, im dritten entschied beim Stand von 14:14 der 29. und letztmögliche Punkt zugunsten der Südamerikaner.

„Es war eine enge Partie, aber die Niederlage war verdient“, fasste Elias Walchshofer zusammen. Nach dem starken Start gegen die Schweiz habe man sich vom wetterbedingten Pausentag „etwas drausbringen lassen“, so der Zuspieler, der auch die tiefen Platzverhältnisse nach dem Regen ins Treffen führte.

„Das hat sicher dazu beigetragen, dass wir nicht in unser Power-Spiel gefunden haben, das wir gerne aufziehen würden.“

Siegeswillen niedrig

Philipp Einsiedler ortete zudem Probleme beim Zuspiel. „Der erste Ball war immer wieder ein wenig unsauber, das haben sowohl Brasilien als auch Deutschland besser gemacht.“

Im Abendspiel setzte es gegen die Titelverteidiger eine 1:3-Niederlage, für Einsiedler vielleicht auch eine Frage der Einstellung.

„Mir persönlich ist etwas der Siegeswille in der Mannschaft abgegangen. Aber den braucht’s, auch wenn die Bedingungen brutal sind, auch wenn es richtig weh tut.“

Qualität hoch

Im Viertelfinale wartet am Dienstag um 4:30 Uhr (MESZ) Italien, im Halbfinale käme es ebenfalls morgen zum Wiedersehen mit Deutschland.

„Es ist noch nichts verloren und vielleicht tut es uns gut, dass wir ab sofort richtig unter Druck stehen“, attestiert Einsiedler.

Teamkollege Walchshofer ist weiter von den Qualitäten des österreichischen Nationalteams überzeugt: „Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, dann sind wir nur ganz schwer zu schlagen!“