Sport Austria - Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

Erasmus+ SPORT

Erasmus+ ist das EU-Förderprogramm für die Bereiche Bildung, Jugend und Sport und wurde für den Zeitraum 2021 bis 2027 mit 26,2 Mrd. EUR dotiert. Unter Erasmus+ werden sämtliche derzeit von der EU finanzierten Programme im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie der Jugend zusammengefasst. Ziele des Programms sind die Förderung von Mobilität und transnationaler Zusammenarbeit sowie der Austausch von „best practices“ im Bildungs- und Jugendbereich.

Erasmus+ sieht kein eigenes sportspezifisches Förderprogramm vor, der Sport bildet einen integrierten Bestandteil in den Bereichen Jugend, Bildung und Sport. Für diesen Zeitraum ist für den Bereich Sport EU-weit eine Gesamtsumme von etwa 500 Mio. EUR vorgesehen (Im Vergleich dazu wurden im Zeitraum 2014-2020 rund 265 Mio. EUR für den Sport ausgeschüttet). Der Bereich Sport im Rahmen des Programms Erasmus+ ist auf die Förderung von europäischen Partnerschaften im Breitensport ausgerichtet und soll zur Entwicklung der europäischen Dimension des Sports beitragen.


Erasmus+ Call 2023

Programme Guide 2023 / Programmleitfaden mit allen Detailinformationen: https://erasmus-plus.ec.europa.eu/de/document/erasmus-programme-guide-2023

Part A:

  • Allgemeine Informationen – gültig für Bildung, Jugend und SPORT

Part B:

  • Informationen über die in diesem Leitfaden behandelten Aktionen S. 40
  • Leitaktion 1: Mobilität des Personals im Bereich Sport S. 218-230
  • Leitaktion 2: Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Institutionen S. 221-229
  • Kooperationspartnerschaften S. 253-263
  • Kleine Partnerschaften S. 263-272
  • Gemeinnützige Europäische Sportveranstaltungen S. 396-402
  • Kapazitätsaufbau im Bereich Sport S. 389-396

Funding & Tender Opportunities Portalhttps://ec.europa.eu/info/funding-tenders/opportunities/portal


Gefördert werden folgende Leitaktionen im Bereich Sport

  • Mobilität von Personal im Bereich Sport
  • Kleine Partnerschaften
  • Kooperationspartnerschaften
  • Kapazitätsaufbau im Bereich Sport
  • Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen
AktionDauerPartnerPauschalbeträge
Mobilität von Personal im Bereich Sport3-18 Monatekeineförderfähige Kosten
Kleine Partnerschaften6-24 Monatemind. 2 Organisationen aus mind. 2 Ländern30.000 €
60.000 €
Kooperationspartnerschaften12-36 Monatemind. 3 Organisationen aus mind. 3 Ländern120.000 €
250.000 €
400.000 €
Kapazitätsaufbau im Bereich Sport1, 2 oder 3 Jahremind. 4 Organisationen aus mind. 3 Ländern100.000-200.000 €
Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen12-18 Monate3-5 bzw. 6+ Organisationen aus 3-5 bzw. 6+ Ländern
oder
TeilnehmerInnen aus mind. 10 Ländern
200.000 €
300.000 €
450.000 €

 

Mobilität von Personal im Bereich Sport
Teilnehmende Organisationen sollen damit Inklusion und Vielfalt, ökologische Nachhaltigkeit, digitale Bildung und aktive Beteiligung fördern. Das allgemeine Ziel gesteht darin, dem Personal von Sportorganisationen, vor allem im Breitensport, die Möglichkeit zu geben, seine Kompetenzen und Qualifikationen zu verbessern und durch Lernmobilität über einen Auslandsaufenthalt neue Fähigkeiten zu erwerben. Öffentliche oder private Organisation, die im Bereich Sport und körperliche Aktivität tätig ist und Sport und körperliche Aktivität an der Basis organisiert oder eine nicht im Breitensport tätige Organisation, wenn die Teilnahme ihres Personals dem Breitensport zugute kommt.
Förderbeträge: förderfähige Kosten und anwendbare Regeln (s. Leitfaden S. 225ff)
Dauer: 3-18 Monate

Kleine Partnerschaften
Kleine Partnerschaften bieten Neulingen im Erasmus+ Programm einen guten Start:

  • mindestens zwei Organisationen aus zwei verschiedenen Programmländern. Es wird empfohlen, dass mindestens ein Sportverein teilnimmt. Diese bilateralen Partnerschaften erleichtern Sportvereinen und -verbänden den Zugang. Keine maximale Anzahl an Partnern.
  • Förderbeträge: Pauschalbetrag von 30.000 oder 60.000 EUR
  • Dauer: 6-24 Monate

Kooperationspartnerschaften
Im Vergleich zu kleinen Partnerschaften sind die Erwartungen an die Projektergebnisse von Kooperationspartnerschaften entsprechend höher.

  • mindestens drei Organisationen aus drei verschiedenen Programmländern. Keine maximale Anzahl an Partnern. Einbindung von "Associated Partner" möglich.
  • Förderbeträge: Pauschalbetrag von 120.000 EUR, 250.000 EUR oder 400.000 EUR
  • Dauer: 12-36 Monate

Kapazitätsaufbau im Bereich Sport
Ziel:

  • die Kapazitäten von Breitensportorganisationen erhöhen;
  • zur Ausübung von Sport und körperlicher Betätigung in nicht mit dem Programm assoziierten Drittländern ermutigen;
  • soziale Inklusion durch Sport fördern;
  • positive Werte durch den Sport fördern (z. B. Fairplay, Toleranz, Teamgeist);
  • die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen der Welt über gemeinsame Initiativen fördern.

Welche Organisation kann einen Antrag stellen:

  • für den Sportbereich zuständige lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen
  • lokale, regionale, nationale, europäische oder internationale Sportorganisationen
  • Nationale Olympische Komitees oder nationale Sportverbände
  • Organisationen, die die Initiative „Sport für alle“ vertreten
  • Organisationen zur Förderung körperlicher Aktivität
  • Organisationen für aktive Freizeitgestaltung

Antragsstellung bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA). Kennnummer der Aufforderung: ERASMUS-SPORT-2023-CB
Die EU-Finanzhilfe pro Projekt beläuft sich auf mindestens 100.000 EUR und höchstens 200.000 EUR.

Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen

  • drei verschiedene Modelle:
    europaweite Veranstaltung mit mind. 10 teilnehmenden Ländern
    europäische lokale Veranstaltungen mit 3-5 (Typ A) bzw. 6 oder mehr (Typ B)
    teilnehmenden Organisationen aus verschiedenen Programmländern
  • Die Förderbeträge liegen bei 200.000 EUR, 300.000 EUR und 450.000 EUR
  • Dauer: 12-18 Monate (umfasst die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Veranstaltung/en)


Im Bereich Sport

Vorrang erhalten Partnerschaften, die zur Umsetzung zentraler Strategiepapiere wie des EU-Arbeitsplans für den Sport (2021–2024) oder der Empfehlung des Rates zu gesundheitsfördernder körperlicher Aktivität beitragen. Zu den spezifischen Prioritäten für den Sportbereich gehören:

  • Förderung eines gesunden Lebensstils für alle: die Projekte im Rahmen dieser Prioritätsachse werden sich hauptsächlich auf folgende Bereiche konzentrieren:
  1. die Umsetzung der drei Säulen der Initiative
  2. HealthyLifestyle4All,
  3. die Umsetzung der Empfehlung des Rates zu gesundheitsfördernder körperlicher
  4. Aktivität und der EU-Leitlinien für körperliche Aktivität,
  5. die Unterstützung bei der Durchführung der
  6. Europäischen Woche des Sports,
  7. die Förderung von Sport und körperlicher Betätigung als Mittel für eine
  8. bessere Gesundheit,
  9. die Förderung aller Aktivitäten, die zu sportlicher und körperlicher Betätigung anregen,
  10. die Förderung traditioneller Sportarten und Spiele.
  • Förderung von Integrität und Werten im Sport: Bei den Projekten im Rahmen dieser Priorität geht es vor allem um
  1. die Bekämpfung von Doping,
  2. die Bekämpfung von Spielabsprachen und Korruption im Sport,
  3. die Verbesserung von Good Governance im Sport und
  4. die Förderung der positiven Werte des Sports.
  • Bildungsförderung im und durch den Sport: Bei den Projekten im Rahmen dieser Priorität geht es vor allem um
  1. die Unterstützung der Kompetenzentwicklung im Sport,
  2. die Förderung dualer Karrieren von Sportlerinnen und Sportlern,
  3. die Förderung der Qualität des Sportunterrichts und des Personals,
  4. die Nutzung der Mobilitätsaktivitäten als Mittel zur Verbesserung der Qualifikationen und
  5. die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit durch den Sport.
  • Bekämpfung von Gewalt und Vorgehen gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz im Sport: Bei den Projekten im Rahmen dieser Priorität geht es vor allem um die Bekämpfung von Verhaltensweisen, die möglicherweise einen negativen Einfluss auf die Sportpraxis und die Gesellschaft allgemein haben. Die Projekte tragen zum Kampf gegen jegliche Form von Diskriminierung bei und fördern die Gleichstellung im Sport, einschließlich der Geschlechtergleichstellung.

Zusätzlich dazu wird auch die Durchführung der Europäischen Woche des Sports, einer Initiative der Europäischen Kommission, über Erasmus+ abgewickelt und gefördert. Hier wird mit nationalen Koordinatoren in den Programmländern gearbeitet. In Österreich ist Sport Austria nationaler Koordinator der Europäischen Woche des Sports.

Für weitere Informationen sind unter https://erasmusplus.at/de/sport zu finden oder wenden Sie sich direkt an sport@oead.at