Sport Austria - Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

Viel Taktik, wenig Speed: Weltmeisterinnen "bremsen" Petutschnigg aus

"Der Rennverlauf hat mir leider nicht in die Karten gespielt!"

Dieser „Early Bird” wurde nicht belohnt. Um 4:45 Uhr läutete am Freitag der Wecker von Anna Petutschnigg, um 5:15 Uhr ging’s zum Frühstück und 25 Minuten später mit dem Bus ins Chengdu Roller Sports Center, wo die 1.000 m auf dem Programm standen. Also jener Bewerb, in dem Langstreckenathletinnen auf Kurzdistanzlerinnen treffen. Und so kämpften 29 Athletinnen in vier Heats um 16 Semifinal-Plätze – für die vier Siegerinnen und die zwölf zeitschnellsten Speedskaterinnen.

Die Tirolerin war im letzten Heat mit zwei Weltmeisterinnen. „Wir sind davon ausgegangen, dass es ein schnelles Rennen wird, aber stattdessen wurde nur taktiert“, ärgerte sich Nationaltrainer Andras Toth. Und darüber, dass sein Schützling das Nachsehen hatte: Platz 6, für den Aufstieg unter die Top-16 fehlten 0,543 Sekunden. 

Petutschnigg, wieder betreut von Trainerin und Schwester Nadja Oberschneider, nahm’s gelassen: „Ich habe alles gegeben, alles probiert, aber der Rennverlauf hat mir leider nicht in die Karten gespielt. Schade, weil ich bin gut drauf, fühle mich auf der Bahn sehr wohl. Jetzt gilt meine volle Konzentration der abschließenden 10.000 m Elimination am Abend.“

Dort gab's noch einmal lautstarke Unterstützung für die 23-Jährige: Chef de Mission Aria Siami war gemeinsam mit einer rot-weiß-roten Delegation dabei. Petutschnigg beendete die World Games mit Rang 13.