Intensiver Auftakt! Jetzt will Petutschnigg mehr
„Es geht auf die Substanz und hat mir alles abverlangt“
Das Straßenrennen im Inline Speedskating bei den World Games Chengdu 2025 (7. bis 17. August) verlangte den Athletinnen am Dienstag alles ab. Mittendrin statt nur dabei: Anna Petutschnigg.
Für die Tirolerin bildete das Punkterennen über 10.000 Meter den Startschuss in die World-Games-Premiere. Der Straßenkurs im Shuyue Park mit leichten Bergauf- und Bergab-Passagen? Fordernd. Die Bedingungen mit Temperaturen über 35 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit? Extrem.
„Es geht auf die Substanz und hat mir alles abverlangt“, so die 23-Jährige nach dem Rennen. „Die Dynamik ist ganz anders, weil hier nur eine Athletin pro Nation am Start ist. Sonst sind es bei großen, internationalen Bewerben immer mehrere Athletinnen pro Nation. Ab Runde 22 war jede Runde ein Zielsprint, die Pace war nie langsam. Es war ein sehr schnelles Rennen.“
Petutschnigg belegte unter 15 Starterinnen Rang 13. „Das Ergebnis ist nicht ganz wie erhofft, aber es war erst das erste Rennen. Es wird noch richtig intensiv in den nächsten Tagen, das wird es für alle. Jetzt weiß man, was einen in den kommenden Bewerben erwartet.“
Der Auftakt ist gemacht, jetzt hat die Tirolerin Lust auf mehr. Am Mittwoch folgt die Elimination über 15.000 m, ehe auf die Bahn gewechselt wird. Dort sind das Punkterennen über 5.000 m (Donnerstag) sowie 1.000 m und Elimination über 10.000 m eingeplant. „Es war intensiv, aber lässig, beim nächsten Rennen will ich aktiver vorne mitarbeiten. Die Elimination liegt mir schon sehr gut, da kann ich hoffentlich aufzeigen.“
Begleitet wird sie neben Coach Andras Toth auch von ihrer Schwester Nadja Oberschneider, die ebenfalls als Trainerin fungiert. Petutschniggs Eltern waren als Fans an der Strecke. „Es war ein besonderer Moment, als ich sie am Streckenrand gesehen habe. Es ist nicht selbstverständlich, dass sie bis nach China reisen. Meine Schwester kann als Trainerin dabei sein, das ist sehr speziell. Besonders, wenn das Rennen nicht ganz so aufgegangen ist, baut einen das schneller wieder auf“, sagt Petutschnigg. „Hoffentlich können wir auch etwas gemeinsam feiern.“