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Furioser Fight! Kickboxer Zimmermann kämpft fix um eine Medaille

Zimmermann im Halbfinale, Salzburger ausgeschieden

Im Kickboxen betraten Erik Zimmermann (-74 kg) und Noel Salzburger (-84 kg) am Dienstag die Tatami im Sichuan Gymnasium. Den Beginn machte Zimmermann in der Gewichtsklasse -74 kg. Der seit kurzem 22-jährige Kärntner ging gegen den Südafrikaner sofort in die Offensive und erhielt sofort Punkte. Noch in der ersten Runde stellte Zimmermann auf 10:0, der Kampf wurde somit frühzeitig beendet.

„Ich habe mich gut gefühlt, es war schnell vorbei. Das hat gepasst, so kann man starten“, zeigte er sich danach zufrieden, aber wortkarg. Seine Taktik? „Ich bin auf mich fokussiert, stelle mich nicht gerne auf andere ein. Die müssen sich auf mich umstellen.“

Der Sohn von Gerald Zimmermann, seines Zeichens vierfacher Weltmeister und als Masseur dabei, startet bei den World Games eine Gewichtsklasse höher, da jene bis 69 kg in Chengu nicht zur Austragung kommt. Auch das änderte nichts an der Herangehensweise. „Für meine Kicks bin ich berüchtigt, die konnte ich gut anbringen.“

Damit steht bereits fest, dass Zimmermann auf der größten Bühne der nicht-olympischen Sportarten um eine Medaille kämpft. Am Mittwoch bekommt er es im Halbfinale mit dem Niederländer Carvin Guiliano Burke zu tun. Bei einem Sieg steht er im Finale, bei einer Niederlage im Kampf um Platz drei. 

„Mein nächster Gegner tut sich normalerweise gegen Kicker schwer. Ich werde wieder ähnlich in den Fight gehen“, so Zimmermann. Eines ist fix: „Ziel ist, zu gewinnen. Das ist es immer.“

Tiroler Salzburger out

Weniger erfolgreich gestaltete sich Salzburgers Fight. Er ging gegen den Kanadier Dwayne Morin über drei Runden, verlor jedoch nach Punkten 11:17. „Die Tagesverfassung hat nicht gepasst, ich habe mich nicht so gut gefühlt“, sagt der 20-jährige Tiroler.

Nach der ersten Runde war er beim Stand von 4:5 noch knapp dran, mit Fortdauer des Kampfs wurde der Abstand größer. „Ich hatte einen Plan, aber ich habe schnell gemerkt, dass der nicht funktioniert. Also muss ich im Kampf umstellen, aber das hat leider auch nicht funktioniert.“

In der dritten Runde ging Salzburger noch einmal in die Offensive, um möglicherweise einen Lucky Punch zu setzen. Morin nutzte dies jedoch eiskalt aus, konterte geschickt und sammelte weiter Punkte. Für den 20-jährigen sind die World Games damit beendet. „Schade, aber es war eine tolle Erfahrung. Das ganze Rundherum hat mir gut gefallen, hoffentlich kann ich so etwas noch öfter erleben.“