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Bronze! Faustball-Herren glückt die "Mission Medaille"

"Das haben sich die Buam, das hat sich ganz Österreich verdient"

Happy-End für die „Mission Medaille“! Österreichs Faustball-Herren reisen mit Übergepäck von den World Games in Chengdu nach Hause. Es war zwar nicht die erhoffte Goldene, aber nach der Nullnummer von Birmingham kannte auch die Freude über Bronze keine Grenzen.

Vor dem kollektiven Jubel bleibt das Team von Nationaltrainer Simon Siegfried in der chinesischen Mittagshitze cool und bezwingt die Schweiz im Bronze-Match nach hartem Kampf mit 3:1. Ausschlaggebend für den Erfolg: die stärkste Offensiv-Leistung im gesamten Turnier. Anders gesagt: Karl Müllehner und Co. schießen die Schweizer Defensive löchrig, gewinnen 11:8, 10:12, 11:7, 11:7.

„Es war eine brutale Schlacht! Nach der bitteren Halbfinal-Niederlage gegen Deutschland ist uns der Reset gelungen und wir konnten neu auf die Medaillen-Chance fokussieren. Es war ein Spiel bei extremen Bedingungen, weil die Sonne voll aufgedreht hat, aber umso glücklicher sind wir jetzt, dass wir unser Ziel Medaille geschafft haben“, jubelte Kapitän Elias Walchshofer nach dem 74-minütigen Bronze-Thriller.

Angreifer Müllehner war es, der viel Verantwortung übernahm und einige entscheidenden Punkte beisteuerte. In den Minuten des Medaillengewinns war das verpasste Gold kein Thema. „Ich bin einfach nur happy, dass uns das gelungen ist, dass wir mit einer Medaille nach Hause fahren. Das haben sich die Buam, das hat sich ganz Österreich verdient.“

Vor der abendlichen Medal Ceremony geht es in die Stadt für ein erstes Bier, die Party muss aber noch ein bisschen warten, denn bereits in der Nacht auf Donnerstag fliegt das Team nach Hause. 

In weiser Voraussicht haben die Spieler aber ein Appartement in Wien gebucht, wo die erste Bronze-Party steigen wird. „Mal schauen, ob wir dort eine Lokalität finden, wo wir ein, zwei kalte Getränke bekommen“, scherzt Walchshofer. 

Teamchef Siegfried ist froh, dass „wir alle Spieler wieder gesund nach Hause bringen, denn die Bedingungen waren teilweise fast unmenschlich.“ Dass es nicht für den ersten World Games-Titel seit 2005 gereicht hat, lag daran, dass „wir es nicht ganz auf den Punkt gebracht haben. Außergewöhnliche Erfolge brauchen außergewöhnliche Leistungen. Aber die Burschen spielen national und international auf höchstem Niveau, wir haben den Europapokal und den Weltpokal nach Österreich geholt. Unser nächstes Ziel: EM-Gold im nächsten Jahr in Dänemark!“