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Österreichs Speed-Assen fehlt der Grip

KVÖ-Trio verpasst die Finalplätze

Keine Medaillen für Österreichs Speed-Kletterer bei den The World Games in Birmingham (USA). Tobias Plangger, Lawrence Bogeschdorfer und Laura Stöckler können in der Qualifikation nicht ihr Leistungspotenzial anrufen und verpassen die Finalplätze.

Der Arbeitstag begann mit Verspätung: Aufgrund eines Unwetters musste die Qualifikation um mehrere Stunden nach hinten verschoben werden. Statt um 12 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ) gingen die jeweils zwölf Damen und Herren erst um 18 Uhr Ortszeit (01:00 Uhr MESZ) ins Rennen.

Die Top-8 pro Geschlecht qualifizierten sich für das Finale. Bei den Herren waren mit Lawrence Bogeschdorfer und Tobias Plangger gleich zwei KVÖ-Asse im Speed-Bewerb der „Olympischen Spiele der nicht-olympischen Sportarten“ dabei. Bogeschdorfer gelang im ersten der beiden Quali-Läufe eine solide Zeit (6,27), im zweiten Versuch rutschte er von der Wand und landete somit auf Rang zehn. Für Plangger kam es noch schlimmer: Dem österreichischen Rekordhalter und Weltcup-Zweiten von Salt Lake City unterliefen in beiden Läufen Fehler, Platz 12 war die Folge.

„Ich kann nicht genau sagen, woran es gelegen ist. Die Griffe waren okay, ich habe mich gut gefühlt. Die Zeit für das Finale wäre sicher möglich gewesen“, so Bogeschdorfer. 5,82 Sekunden wären nötig gewesen, um die Top-8 und damit die K.o.-Phase zu erreichen. Eine Zeit, die Plangger für gewöhnlich unterbietet. „Die Qualifikation ist brutal. Wenn du im ersten Lauf einen Fehler hast, stehst du im zweiten unter Druck“, ärgert sich der 21-jährige Innsbrucker, der im letzten Quali-Duell noch die Chance auf eine gute Zeit hatte. „Die Luftfeuchtigkeit ist hier sehr hoch, es ist etwas rutschiger als gewohnt und schon ist man weg. Ich habe mir echt viel vorgenommen, leider ist es nicht aufgegangen.“

Bei den Damen hielt Laura Stöckler die rot-weiß-rote Fahne hoch. Doch auch die österreichische Rekordhalterin hatte Probleme mit dem Grip, rutschte immer wieder weg und brachte nur eine Zeit von 11,31 an die Wand. Die Niederösterreicherin belegte Rang zehn - doppelt ärgerlich, dass eine Zeit von 9,24 für die K.o.-Phase gereicht hätte. Stöcklers Bestmarke liegt bei 7,72 Sekunden. „Ich bin etwas ratlos, eine Neuner-Zeit ist normalerweise überhaupt kein Problem. Leider habe ich es heute einfach nicht auf die Wand gebracht.“

Die Goldmedaille bei den Herren ging an den Indonesier Veddriq Leonardo, der im Finale gegen seinen Landsmann Kiromal Katibin die Oberhand behielt. Bei den Damen holte die US-Amerikanerin Emma Hunt Gold, Natalia Kalucka (POL) Silber.

Am Freitag folgt der Boulder-Bewerb, Nicolai Uznik startet ab 9 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) in die Qualifikation.